Freiheit

Was wollen Sie wirklich? Kurzfristig, mittelfristig, langfristig?


Verehrte Leserinnen und Leser,
wann haben Sie sich diese Frage das letzte mal gestellt? Oder ist sie etwa ganz neu für Sie?
Egal wie Ihre Antwort ausfällt, es lohnt sich diese Frage immer wieder neu zu stellen.

Wenn Ihnen mit der Zeit die Antworten ausgehen, ist das ein gutes Zeichen. Nicht deshalb, weil es heißen würde, dass Sie sich alle alten Wünsche erfüllt haben. Sondern weil Sie mitbekommen, dass vieles, was Sie sich wünschen, gar nicht wirklich wichtig für Sie ist. Stellen Sie sich vor Sie könnten irgendwann einmal die Frage, "Was wollen Sie wirklich?", wie folgt beantworten:

"Ich möchte nichts, denn alles ist perfekt so wie es ist. Alles ist, wie es ist, und so ist es bestens."

DAS BEZEICHNE ICH ALS WIRKLICHE FREIHEIT.

Es ist paradox, dass wir jahrelang auf diese simple Frage unterschiedlichste Antworten suchen. Dass wir viele Ziele formulieren und Pläne schmieden müssen um schließlich von der Einsicht eingeholt zu werden, dass alles schon da ist.
Solange wir aber noch Antworten finden und Wünsche offen sind, bleibt die Vorstellung einer wunschlosen Freiheit reine Theorie. Da gibt es keine Abkürzung. Wir müssen durch das Dickicht unserer Wünsche, Träume und Bedürfnisse hindurch. Das ist ja auch sehr unterhaltend und fügt dem Drama unseres Lebens so manche schöne Episode hinzu.

Deshalb, egal wo Sie persönlich stehen,
ES IST GENAU RICHTIG.

Ich wünsche Ihnen beim Abarbeiten oder/und beim wunschlosen Glücklich sein viel Freude und alles Gute,

Ihr Alexander Fluhr

P.S.: Mal gespannt, was Egon darauf sagen wird. Womit sind Sie gerade wunschlos glücklich?

1 Kommentare:

Claudia Zölsch hat gesagt…

Zum Thema Ziele habe ich evtl. eine schöne"Erweiterung".
Eine Seminarteilnehmerin sagte mir am Wochenende,
dass Wahrheit (wonach ja viele Künstler und Menschen :-) so fleißig suchen
immer da ist.
Ich verstand erst nicht recht. "Alles ist doch wahr," sagte sie. "Alles. Alles. Wahr ist alles."
Ich konnte danach die ganze Nacht nicht schlafen, ob dieser "Alles-ist-wahr-Perspektive".
Faszinierender Gedanke.
Sehr sogar. Während ich dir schreibe muss ich ein wenig an das LoLa-Prinzip denken und dem"Standpunkt des Lebens".
Dort wird immer vom "Standpunkt des Lebens" berichtet. Es ist der Standpunkt des Lebens von dem aus alles wahr ist. Doch manchmal kann man ihn einnehmen - scheinbar :-) und das ist schön.
Eine vermeintliche Suche nach der Wahrheit gibt es dann nicht mehr. Bzw.. wenn anders. Denn alles ist wahr.
Die Suche wird erst wahr. Aber im reinen Augenblick ist nur das wahr was gerade ist. Das ist das Faszinierende.